Ausstellung: Wir hängen an der Gans 2009
Ein Ausstellungsprojekt von zwei Kunst-Leistungskursen in der Bensberger Innenstadt, vom 5. bis zum 8. Februar 2009
|
|
|
Zwei Kunst-Leistungskurse verließen die Schule und zeigten ihre Kunst für ein paar Tage in Ausstellungsräumen mitten in Bensberg. Mit im Gepäck war die Gans, an der sie alle hingen, und mit im Anhang war die Kunst.
„... ging mit seiner Gans und ihrem ganzen Anhang vor die Königstochter, und als diese die sieben Menschen immer hintereinander herlaufen sah, fing sie überlaut an zu lachen und wollte gar nicht wieder aufhören.“ (aus dem Märchen der Brüder Grimm)
In noch nicht vermieteten Gewerberäumen in der Kölner Straße zeigten die rund 35 Schülerinnen und Schüler aus zwei LKs der Stufen 12 und 13 sehr unterschiedlich konzipierte Bilder, Skulpturen und Medien-Installationen zu den großen Themen „Konsum“ und „Todsünde". Marcus Brambach, Kunst-Referendar in beiden LKs, hatte die Räume aufgetan und so das Ausstellungsprojekt richtig ins Rollen gebracht. Rebecca Hehn, Johannes Schuster und Marie Schmidt designten die Gans in den farbigen Plakaten. Alle halfen beim organisatorischen Kleinerlei der Gans-Ausstellung.
Hier gibt es den Zusammenschnitt zu sehen, mit vielen Fotos, einer Tonspur aus kleinen Sünden-Offenbarungen, die Marie Schmidt gesammelt hatte, und mit dem Sound des Abends.
Die Kunstmacher, die Kunstwerke
Aus dem Kunst LK der Stufe 12 (von Anita Walschek) stellten aus:
| Klara Brochhagen | ![]() |
| Verena Brück | |
| Derya Canpolat | |
| Nadja Kargus | |
| Rahel Kausemann | ![]() |
| Fabian Kobus | ![]() |
| Isabell Lammers | |
| Anika Mahmood | |
| Laura Mühlenbein | |
| Pia Müller | |
| Jorgo Narjes und Johannes Schuster | ![]() "Alle, die disziplinieren, sie müssen kapitulieren." |
| Janine Pauleck | |
| Jill Schirner | |
| Nikolas Schlage | ![]() |
| Philipp Schrader | ![]() |
| Manuel Vay | |
| Christina Wilke | |
Aus dem Kunst LK der Stufe 13 (von Fabian Hilger) stellten aus:
Taliesin Barde: the financial sin (Kamera, hundertzwanzig 5€-Geldscheine, diverse Requisiten)
| Alina Berk | ||
| Isabelle Deerberg | ||
| Rebekka Hehn | ||
| Eva Herforth | ||
| Madeleine Pilz | ||
| Alina Riebschläger | ||
| Katja Riske | ||
| Lilli Rohé | ||
| Marie Schmidt | ||
| Stefanie Seidel | ||
| Jana Sommer | ||
| Dina Taufig | ||
| Carmen Uphoff | ||
| Anika-Lisa Vater | ||
„Wir hängen an der Gans”
Der Titel wurde im Kunstpeter- Blog gesucht:
„hallo hallo. mir ist noch was eingefallen. und zwar gibt es doch dieses märchen von der goldenen gans. ich weiß zwar nicht mehr ganz, wie das war, aber im prinzip ging es doch um eine goldene gans. hahaha. we must sing we must sing we must sing (Rahel)
http://kunstpeter.wordpress.com/der-12er-lk-schreibt/
Womöglich ist der Titel schwer einzuordnen. Vielleicht fühlt man sich auch sofort an das Märchen von der goldenen Gans erinnert. Jedenfalls wird damit ein fragwürdiges Wir-Bekenntnis ausgesprochen. Die sind ja gerade schwer in Mode. Andere sind eingeladen sich auch mit dranzuhängen, ans kommunikative Zeichenrepertoire der Gans, das es zu bearbeiten gilt. Hängst du an der Gans? Wir jedenfalls hängen schon an der Gans. Einmal festgestellt, dass es so ist, können wir es uns einrichten und einiges ausrichten, in diesem Klebe-Zustand. Wir eröffnen das Ganze der Gans, wir machen was daraus, stiften Unordnung in der Gänse-Ordnung, disponieren die Zeichen um, führen etwas neu auf. Mal angenommen, die Gans wird in den geschaffenen Formen noch reizvoller als zuvor, dann bleiben auch noch ein paar weitere Dazugekommene hängen und mit ihnen das ein oder andere mehr. Dann kann sich was verändern. Es wird ungewöhnlich mitteilsam in dieser Klebe-Gemeinschaft. Die Ausstellung öffnet den ganzen Gänsekomplex nun für die Bilder; sie will betrachtet werden. Nicht allein die Königstochter lacht.
Feierliche Vernissage
Die Ausstellung eröffneten wir mit einer feierlichen und rammelvollen Vernissage. Zu den Eröffnungsreden, die sich Jorgo Narjes, Taliesin Barde und Rahel Kausemann lautstark teilten, führten Klara Brochhagen und Nadja Kargus eine schlagfertige Performance mit der Gans auf. Sie schlugen so lange auf einer gefüllten goldenen Gans herum, bis diese ihre Innereien entleerte und zu Boden ging. Die Ausstellungsgans blieb allerdings quicklebendig. Und ausgesprochen fröhlich war der ganze Abend auch. Alle Künstlerinnen und Künstler waren vor Ort anzutreffen, viele wurden neugierig auf alles Mögliche der Gans. Philipp Seuthe spielte beherzt das E-Piano, dazu schrammelte Cornelius List ebenso munter die Rhythmus-Gittare. Im Foto-Film ist alles zu hören. Anklicken!
Nach dem Eröffnungsabend war die Ausstellung einige Tage geöffnet; einem Zeitungsartikel, guter Mundpropaganda und der Neugier der Bensberger hatten wir es zu verdanken, dass die Ausstellung richtig gut besucht war. Aus dem Gästebuch soll daher auch etwas zitiert sein:
Tolles Thema! Tolle Location! Tolle Performance!
...
Voll geil hier!!!
Schön gemacht!
...
Auch uns hat es gut gefallen. Aber wo ist Isabelle?
...
Bin sehr gespannt auf die weitere künstlerische Entwicklung.
...
Vielleicht das Modell für noch mehr davon!?
...
Ich raste aus, das war der Knüller
...
Text: Fabian Hilger













