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Aktuelles zum Trainingsraum

Wir gehen 2011/2012  in das zweite Schuljahr, in dem wir versuchen, Schülern der Jahrgangsstufen 5.2 bis 9, Lehrern und Eltern durch das Angebot des Trainingsraumes zu helfen.

Jeweils montags, mittwochs und freitags ist der Trainingsraum von 10.00 Uhr bis 13.15 Uhr besetzt. An den Langtagen (Di und Do)  auch in der 7./8. Stunde. Dort können Schüler hingehen, denen es zur Zeit nicht gelingt, störungsfrei am Unterricht in der Klasse teilzunehmen. Die Schüler bekommen dort einen Wahrnehmungsbogen, der ihnen helfen soll, über die Störungen und die möglichen Ursachen nachzudenken. Die TR-Eltern helfen gerne dabei, die Schüler können den Bogen aber auch ganz alleine ausfüllen. Dieser Bogen dient als Gesprächsgrundlage für  eine anschließende Auseinandersetzung mit dem Fachlehrer und später auch für ein Beratungsgespräch, falls der Schüler mehrfach den Unterricht gestört hat und daher in den Trainingsraum geschickt wurde.Den Lehrern und Eltern, die an diesem Modell arbeiten, ist es wichtig, dass sie ihr Engagement als Hilfestellung für den betroffenen Schüler, für die Lehrer, aber auch für die Klasse verstehen. Es geht uns darum, konstruktive Vorschläge für eine Verbesserung der persönlichen Situation, aber  besonders auch der Klassensituation zu erarbeiten. Sollten sich die Probleme nicht innerhalb der Schule klären lassen, bieten die Berater auch  eine Liste mit externen Angeboten an.

Das TR-Team

Ca 25 Eltern machen im Moment aktiven Dienst, weitere 25 Eltern bekommen regelmäßige Informationen und haben grundsätzliches Interesse an der Mitarbeit. Auf den Klassenpflegschaftssitzungen haben sich gerade bei den neuen 5er-Eltern wieder 15 neue Eltern gemeldet, die sich eine Mitarbeit im kommenden Schuljahr nach einer Schulung vorstellen können. . Auch aus den anderen Jahrgangsstufen gibt es einzelne neue Interessenten.
In den Randstunden, das sind die 6. Stunden, aber auch an den Langtagen die 7. und 8. Stunden,  machen seit Beginn dieses Schuljahres Lehrer Dienst im Trainingsraum. Zu diesen Zeiten allerdings nicht im dafür eingerichteten Trainingsraum. In diesen Zeiten werden die Schüler in Raum 53 L betreut, der zu den übrigen Zeiten als Beratungsraum dient. Die Raumsituation ist sicherlich nicht optimal, aber besser als eine nur zeitweise Besetzung des Trainingsraums. In den kommenden Jahren ist ja eine Entspannung der Raumsituation zu erwarten, so dass sich die Situation in ein paar Jahren verbessern könnte. Wir sind gespannt, wie die Erweiterung der TR-Zeiten angenommen wird.

Neben dem Elternteam besteht auch eine Planungsgruppe aus Eltern, Schülern und Lehrern,  die immer wieder diskutiert, welche Veränderungen wir vornehmen müssen, um das Modell auf die Bedürfnisse unserer Schule anzupassen.

Perspektiven

Wir hoffen, dass sich das Modell an unserer Schule bewährt und immer neue Eltern bereit sind, die ausscheidenden Eltern nach einer Schulung zu ersetzen. Das Planungsteam  versucht immer wieder, das Modell den Erfordernissen am Otto-Hahn-Gymnasium anzupassen und es schrittweise zu verbessern.
Interessierte Eltern sind herzlich eingeladen, sich bei Herrn Couchoud, Frau Goecke oder Frau Kroll zu melden, um  in das Team der Trainingsraumeltern aufgenommen zu werden.
Die aktuellen Formulare können Sie sich auf der Homepage unter Downloads anschauen und herunterladen.

Kleine Geschichte des Trainingsraums am OHG

Schon vor einigen Jahren wurde durch Herrn Dr. Wecker immer wieder auf das Modell des Trainingsraums aufmerksam gemacht. Im Schuljahr 2009/2010 hat die Lehrerkonferenz beschlossen, das Modell probeweise einzuführen.

Alle  Gremien  der Schule haben sich 2010 für die Einführung dieses Modells an unserer Schule ausgesprochen, um den häufigen Unterrichtsstörungen auf eine konstruktive Art zu begegnen. Uns ist wichtig, dass wir dieses Modell als eine Chance  für alle Beteiligten (störende Schüler, Klasse, Lehrer) verstehen,  sich wirklich einmal mit den Störungen und ihren Gründen auseinanderzusetzen, in Ruhe und  durch einen Wahrnehmungsbogen geleitet.

Ca 40 Eltern haben an mehreren Elternabenden Schulungen besucht, um die Betreuung im Trainingsraum zu gewährleisten.
Ab September 2010 wurden Schüler der Klassen 6-9 von der 2. bis zum Ende der 5. Stunde durch diese Eltern betreut, wenn sie sich durch wiederholte Unterrichtsstörungen dazu entschieden haben,  den regulären Unterricht zu verlassen.
In regelmäßigen Abständen finden Reflexionsabende mit der Elterngruppe statt. Dort werden Probleme angesprochen, Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, Gesprächsimpulse im Rollenspiel eingeübt.
Neben dieser Elternarbeit trifft sich ein Planungsteam aus Eltern, Lehrern und Schülern, die an der Modifizierung des Modells arbeiten, um es auf die Bedürfnisse unserer Schule abzustimmen.

Zu Beginn wurde das Modell nur sehr zögernd von  den Kollegen angenommen, seit  den Weihnachtsferien zeigte sich aber, dass das Modell doch zunehmend häufiger genutzt wurde. Gab es bis zu den Weihnachtsferien erst 30 Besuche im Trainingsraum, so ist die Zahl der Besucher bis zum Ende des Schuljahres auf ca. 100 gestiegen.
Störungen gibt es besonders in der 4. und 5. Stunde.
Inzwischen gibt es auch erste Erfahrungen mit den Beratungsgesprächen, die nach dreimaligem Besuch im Trainingsraum erfolgen. An diesen Beratungsgesprächen nehmen ein geschulter Beratungslehrer, der Fach/Klassenlehrer und die Eltern  sowie selbstverständlich der Schüler teil.
Es wird versucht, Vereinbarungen zu treffen, die in Zukunft einen störungsfreien Unterricht ermöglichen.

Die Planungsgruppe versucht, das Modell weiter auf unsere konkreten Gegebenheiten am OHG hin zu verbessern. So diskutieren wir die Veränderung und Anpassung der Wahrnehmungsbögen an die Erfordernisse der Beratungsgespräche, wir  stimmen die TR-Zeiten ab, wir  formulieren Vorschläge für die bessere Darstellung des Modells bei Schülern und Eltern.

Sicherlich wird das Modell noch nicht von allen so genutzt, wie  es dem Modell  (zumindest unserem Verständnis von dem Modell) entspricht, aber wir sehen als Planungsteam, dass sich Dinge zum Positiven verändern.
Zurzeit ist das TR Modell Teil eines Gesamtkonzepts gegen Unterrichtsstörungen. Wenn die Beratungsgespräche keine Verhaltensänderung bewirken,  wird nach dem 5.Besuch im Trainingsraum  das Verfahren zur Einleitung von möglichen  Ordnungsmaßnahmen durch Herrn Knoch beantragt.

Wir hoffen, dass das Modell auch im kommenden Schuljahr mit der Unterstützung weiterer Eltern fortgeführt werden kann.
Wir bedanken uns bei allen beteiligten Eltern für die Unterstützung.